Executive Dossier Aviation Crime & Crisis
Strafrechtliche Krisenbegleitung für Airlines, Airports und Hersteller.
Dieses Dossier richtet sich an Entscheider:innen in der Luftfahrt – Airline-Management, Airport-Verantwortliche, Hersteller und deren Rechts- und Sicherheitsabteilungen. Es beschreibt kurz, wann ich in Aviation-Mandaten hinzugezogen werde und wie ich arbeite, wenn Strafrecht, Sicherheit, Technik und internationale Politik aufeinandertreffen.
Mein Zugang zu Aviation Crime & Crisis stammt nicht aus Lehrbüchern, sondern aus der Praxis: aus meiner Zeit bei Pan Am, in der ich das Krisen- und Sicherheitsdenken einer internationalen Airline aus erster Hand kennengelernt habe. Diese Schule prägt bis heute meine strafrechtliche Arbeit in der Luftfahrt.
Für wen dieses Dossier gedacht ist
In der Luftfahrt sitzen strafrechtlich relevante Risiken selten bei „Einzeltätern“. Sie entstehen dort, wo komplexe Technik, internationale Operationen, Zeitdruck und politische Erwartungen zusammenkommen.
- Airlines
Network-Carrier, Charter, Cargo, Regional- und Low-Cost-Carrier. - Airports
Flughafenbetreiber, Ground Handling, Sicherheitsverantwortliche. - Hersteller & Zulieferer
OEMs, MROs, Komponentenhersteller, Wartungsbetriebe.
- Weitere Luftfahrtakteure
Leasinggesellschaften, Business Aviation, Spezialdienstleister mit hohem Sicherheits- oder Regulierungsbezug. - Adressaten sind Entscheider:innen
Vorstände, Geschäftsleitungen, Heads of Security, General Counsel, Bereichsverantwortliche in Operations und Compliance.
Typische Situationen
Ich werde in der Luftfahrt meist dann mandatiert, wenn Strafrecht, Regulatorik und operative Zwänge gleichzeitig Druck erzeugen.
- Straf- und sicherheitsrelevante Ereignisse
Unfälle, schwere Vorkommnisse, sabotageverdächtige Vorfälle, Cargo Crime, Fuel Theft, Dokumenten- und Identitätsfälschungen. - Behördliche Maßnahmen mit Sprengkraft
Durchsuchungen, Beschlagnahmen, Festnahmen von Mitarbeitenden, Drohung mit Betriebsbeschränkungen, License-/AOC-Risiken. - Aircraft Holds und Arrests
Zurückhalten oder Arrestieren von Luftfahrzeugen im Ausland, oft im Zusammenspiel von Strafverfahren, offenen Forderungen und politischem Druck. - Spionage- und Geheimnisverratsverdacht
Abfluss sensibler technischer Daten, Ausschreibungsinformationen oder Prozesserkenntnisse. - Krisen mit diplomatischer oder kultureller Dimension
Lagen, die nur noch über Botschaften, Ministerien oder vergleichbare Kanäle lösbar sind und in denen Strafrecht und Diplomatie ineinandergreifen. - Freilassung festgehaltener Mitarbeiter
Begleitung von Unternehmen in Lagen, in denen hochspezialisierte Fachkräfte im Ausland zurückgehalten oder faktisch als „Geiseln“ eines Konflikts eingesetzt werden – mit juristischen, diplomatischen und verhandlungsorientierten Mitteln, nicht mit „Spezialkommandos“.
Was ich in Aviation-Mandaten konkret tue
Im Kern geht es darum, in kurzer Zeit ein belastbares Lagebild und eine strategisch tragfähige Linie zu entwickeln – juristisch, operativ und politisch.
- Strafrechtliche Krisenbegleitung
Strukturierung der strafrechtlichen Lage auf Geschädigten- oder Beschuldigtenseite, Einschätzung von Risiken für Unternehmen, Organe und einzelne Mitarbeitende. - Liaison zu Behörden und Aufsicht
Übersetzung zwischen Unternehmenssicht und Behördenlogik (Police, Customs, Staatsanwaltschaft, Aviation Authorities, u. a.). - Koordination interner und externer Ermittlungen
Abstimmung mit Corporate Security, Compliance und externen Ermittlern oder Sicherheitsdiensten, ohne selbst zur „Security-Firma“ zu werden.
- Analyse-Linse für Luftfahrtkrisen
Zusammenführung technischer, operativer, regulatorischer und menschlicher Faktoren: rückwärts zur Herkunft der Krise, vorwärts zu realistischen Szenarien. - Forward-Risk-Architektur
Entwicklung von Szenarien: Was passiert, wenn wir A tun – was, wenn wir B tun – und was, wenn wir zunächst bewusst nichts tun? - Szenario-Memos für Entscheider
Erstellung von internen Memos für Board, Aufsichtsrat oder Eigentümer, in denen Optionen und deren Folgen klar und verständlich dargestellt werden.
Ablauf des Einstiegs in ein Mandat
In Aviation-Krisen geht es oft um Stunden oder Tage, nicht um Wochen. Der Einstieg ist deshalb gestrafft – ohne auf Sorgfalt zu verzichten.
- 1. Confidential Call
Kurze Schilderung der Lage aus Sicht von Management, Legal oder Security. Klärung der zeitkritischen Faktoren (Operations, Slots, Behördenkontakte, Medien). - 2. Schnelles Lagebild
Sichtung der vorhandenen Berichte (Occurrence Reports, internen Notes, E-Mails), Gespräche mit ein bis zwei Schlüsselpersonen, grobe Kartierung der strafrechtlichen, regulatorischen und reputationsbezogenen Risiken. - 3. Maßnahmen- und Kommunikationslinie
Festlegung, welche Informationen wann, in welcher Form und gegenüber welchen Stellen (Behörden, interne Stakeholder, ggf. Medien) geteilt werden – und was bewusst vorerst nicht gesagt wird. - 4. Fortlaufende Begleitung
Laufende Feinjustierung der Linie, Teilnahme an ausgewählten Gesprächen, Vorbereitung interner und externer Kommunikation, Abstimmung mit lokalen Counsel im Ausland.
Drei Sätze, die meinen Ansatz gut beschreiben
- Ich bin Strafrechtsanwalt mit Luftfahrt-Hintergrund, kein allgemeiner „Krisenberater“.
- Ich arbeite juristisch, investigativ und – wo nötig – diplomatisch, um Krisen rechtlich sauber und möglichst leise zu lösen.
- Ich baue Entscheidungsarchitekturen, auf deren Grundlage das Management bewusst zwischen verschiedenen Optionen wählen kann.
Kontakt für ein vertrauliches Krisengespräch
Wenn Sie dieses Dossier erreicht hat, gibt es in Ihrem Unternehmen oder Umfeld vermutlich eine Lage, die nicht im normalen Tagesgeschäft aufgeht. Ein vertraulicher Austausch – gern auch zunächst ohne Namensnennung des Unternehmens – kann helfen, die nächsten sinnvollen Schritte zu bestimmen.
Ich stehe für einen ersten vertraulichen Austausch zur Verfügung – telefonisch, per Video oder persönlich.
Kontakt:
E-Mail: martin@heynert.com
Telefon: Büro +49.391.5982-243, Mobil +49.171.4135269