Kurzdossier komplexes Strafrecht
Strategische Verteidigung und strategische Begleitung in komplexen Strafsachen – analytisch, strukturiert, diskret.
Dieses Dossier gibt einen kompakten Überblick darüber, wie ich als Strafverteidiger arbeite und in welchen Konstellationen eine Zusammenarbeit sinnvoll ist. Es richtet sich an Menschen, die kurzfristig Entscheidungssicherheit brauchen – nicht mehr juristische Details, sondern eine klare Linie.
Für wen dieses Dossier gedacht ist
Strafverfahren treffen Menschen und Organisationen sehr unterschiedlich. Typischerweise werde ich mandatiert von:
- Beschuldigten
etwa wegen Körperverletzung, Vermögensdelikten, Verkehrsstrafrecht oder wirtschaftsnahen Vorwürfen. - Geschädigten
die sich gegen Straftaten zur Wehr setzen oder ihre Stellung im Verfahren aktiv nutzen möchten. - Berufsträger:innen
z. B. Ärzt:innen, Anwält:innen, Pilot:innen, Organmitglieder und leitende Angestellte mit besonderen beruflichen Risiken.
- Unternehmen und Institutionen
deren Organe oder Mitarbeitende strafrechtlichen Vorwürfen ausgesetzt sind, oder die selbst als Geschädigte auftreten. - Familien und Vertrauenspersonen
die für eine nahestehende Person Orientierung und eine zweite Meinung suchen.
In allen Fällen gilt: Ich arbeite ausschließlich auf einer Seite – entweder für Beschuldigte oder für Geschädigte. Eine gleichzeitige Vertretung beider Seiten in derselben Sache findet nicht statt.
Typische Konstellationen
Häufig werde ich eingeschaltet, wenn bereits Bewegung im Verfahren ist oder sich eine Eskalation abzeichnet.
- Strafrechtliche Krisen im Luftfahrtkontext
Ermittlungs- und Strafverfahren mit Bezug zur Luftfahrt, etwa nach sicherheitsrelevanten Vorfällen, Unfällen oder organisatorischen und Compliance-bezogenen Fragestellungen – häufig unter Beteiligung internationaler Behörden, Aufsichtsstellen und weiterer staatlicher Akteure. - Frühe Ermittlungsphase
Vorladung als Beschuldigte:r, Durchsuchung, Sicherstellung von Unterlagen oder IT, erste Kontaktaufnahme durch Polizei oder Staatsanwaltschaft. - Umfangreiche Ermittlungsakten
viele hundert oder tausende Seiten, mehrere Beteiligte, widersprüchliche Aussagen, unübersichtliche Beweislage. - Berufliche Exponiertheit
wenn neben der strafrechtlichen Bewertung auch Zulassungen, Approbationen oder Organstellungen auf dem Spiel stehen.
- Gerichtliche Phase unter hohem Druck
öffentliche Aufmerksamkeit, mediales Interesse, drohende Freiheitsstrafe oder existenzielle Nebenfolgen. - Rechtsmittel, Verfassungsbeschwerden, Wiederaufnahme
wenn ein bestehendes Urteil kritisch überprüft oder mit neuen Tatsachen angegriffen werden soll. - Eigene Entlastungsermittlungen
Aufbau einer Entlastungsstrategie mit gezielten Ermittlungen außerhalb der Strafverfolgungsbehörden, unterstützt durch erfahrene ehemalige MEK-Kriminalbeamte. - International entführte Kinder
Fälle, in denen Kinder von einem Elternteil ins Ausland verbracht und dort festgehalten werden – etwa in Staaten Nordafrikas oder des Nahen Ostens. Hier geht es um die Kombination aus Strafrecht, Familienrecht, Auswärtigem Amt und Verhandlungen mit lokalen Akteuren.
Mein Ansatz in komplexen Strafsachen
Ich verstehe Strafverteidigung als analytische Aufgabe: aus Geschichten und Bewertungen werden überprüfbare Sachverhalte, aus Aktenbergen wird eine klare Entscheidungsarchitektur.
Schon vor dem Staatsexamen habe ich meine strafrechtliche Ausbildung durch ein zweijähriges Vertiefungsstudium „abweichendes Verhalten“ ergänzt – unter anderem mit Psychologie des abweichenden Verhaltens, Beweislehre und Strafvollstreckungsrecht. Hinzu kommen eine eigene operativ-investigative Zusatzausbildung sowie operative Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit spezialisierten Ermittlungseinheiten. Diese Perspektive prägt meinen Blick auf Fakten, Beweise und Ermittlungslogik – auch dort, wo ich selbst nicht operativ tätig bin.
- Analytisch statt impulsiv
Hypothesenräume werden strukturiert: Was ist wahrscheinlich, was ist belegbar, was hält einer Hauptverhandlung nicht stand? - Strategie statt Lautstärke
Nicht jede scharfe Formulierung hilft, nicht jede Kooperation schadet. Wichtig ist eine Verteidigung, die zur Person und zur Lage passt.
- Kausalität im Mittelpunkt
Von der Herkunft des Problems über die Entwicklung des Verfahrens bis zu realistischen Exit-Szenarien: Ursache–Wirkung statt Aktionismus. - Moderne Werkzeuge
Bei sehr umfangreichen Akten nutze ich – in einem geschützten Datenbereich – KI-gestützte Auswertung, um Muster, Widersprüche und entlastende Details schneller zu finden.
Ablauf der Zusammenarbeit
Ziel ist, aus einer belastenden und unübersichtlichen Situation möglichst schnell wieder handlungsfähige Optionen zu machen.
- 1. Diskretes Erstgespräch
Klärung der Ausgangssituation, der zeitlichen Dringlichkeit und der Frage, ob ich Sie als Beschuldigte:r oder als Geschädigte:r vertreten kann – niemals beides zugleich. - 2. Sichtung der Unterlagen
Erste Einordnung von Akten, Vorladungen, Beschlüssen oder Schreiben der Behörden; Entscheidung, welche Schritte sofort nötig sind. - 3. Strategische Linie
Entwicklung einer Verteidigungs- oder Vertretungsstrategie: Schweigen oder Einlassung, eigene Ermittlungen, Umgang mit Medien, ggf. Abstimmung mit anderen Berater:innen. - 4. Begleitung des Verfahrens
Strategische Begleitung des Verfahrens gegenüber Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht, einschließlich der Vorbereitung gerichtlicher Phasen. In geeigneten Konstellationen erfolgt die prozessuale Wahrnehmung einzelner Termine durch erfahrene Kolleg:innen, die ich inhaltlich vorbereite und eng begleite.
Drei Sätze, die meinen Ansatz gut beschreiben
- Ich brauche Klarheit über Fakten, bevor ich eine laute Verteidigung empfehle.
- Ich verteidige oder vertrete – aber nie beide Seiten derselben Sache.
- Ich arbeite lieber strukturiert und ruhig als schnell und spektakulär.
Kontakt für ein Erstgespräch
Wenn Sie dieses Dossier lesen, stehen Sie wahrscheinlich vor einer wichtigen Entscheidung – oder jemand in Ihrem Umfeld tut es. Ein strukturiertes Erstgespräch kann helfen, die Lage einzuordnen und typische Fehler zu vermeiden.
Ich stehe für eine vertrauliche Erstbesprechung zur Verfügung – telefonisch, per Video oder vor Ort.
Kontakt:
E-Mail: martin@heynert.com
Telefon: Büro +49.391.5982-243, Mobil +49.171.4135269